Stickstoffkreislauf

Copyright © All Rights Reserved

Der Stickstoffkreislauf

 

Hierbei handelt es sich um den wichtigsten Kreislauf im Aquarium überhaupt:

 

Denn alle Arten von organischen Abfällen sind Stickstoff Verbindungen.

 

Organische Abfälle sind neben Fischkot und Futterresten abgestorbene Pflanzenteile.

Grob kann man diese als Proteine oder Eiweißverbindungen zusammenfassen.

 

Diese 'zerfallen' zu Ammonium und Ammoniak.

Ammoniak ist hoch giftig für unsere Fische!

 

Und zu allem Übel können wir es mit den üblichen Methoden nicht messen.

 

Aber es gibt eine gute Nachricht, Ammonium ist messbar.

Da die beiden immer zusammen in einem Gleichgewicht auftreten kann man über die Messung vonAmmonium Rückschlüsse zum Gehalt an Ammoniak schließen.

 

Allerdings wird dieses Gleichgewicht zusätzlich vom pH wert bestimmt.

 

Ist der pH über 7 also basisch geht das Gleichgewicht eher Richtung Ammoniak und ist der pH unter 7 also sauer geht das Gleichgewicht eher zum ungiftigeren Ammonium.

 

Im gut eingefahrenen Aquarium sollte Ammonium nicht messbar sein.

 

Dies ist meist bei neuen Becken schon nach sehr kurzer Zeit der Fall, da sich die Bakterien die Ammonium zu Nitrit verarbeiten (Nitrosomas) sehr schnell vermehren.

 

Kommen wir also zur nächsten Stufe dem Nitrit.

 

Auch dieses ist giftig für Fische und zwar je giftiger umso tiefer der pH wert. Da unsere Fische leicht saures Wasser mögen ist es daher sehr wichtig darauf zu achten dass kein Nitrit nachweisbar ist.

 

Das Nitrit wird ebenfalls von Bakterien abgebaut, nämlich den Nitrobacter, diese vermehren sich für Bakterien jedoch erbärmlich langsam...

 

Daher sollte man sein Becken auch einlaufen lassen und bei neuen Fischen immer Bakterien nachdosieren.

Haben sich die Nitrobacter erstmal in ausreichender Zahl angesiedelt und vermehrt sollte auch Nitrit nicht mehr nachweisbar sein.

 

(ein funktionierendes biologisches Gleichgewicht ist durchschnittlich nach etwa drei Monaten erreicht, dies gilt nicht nur für neue Aquarien sondern auch bei großen Änderungen wie z.B. Besatzwechsel, neuer Filter, neuer Bodengrund).

 

Das abgebaute Nitrit wird von den Bakterien zu Nitrat verstoffwechselt. Dieses ist ungiftig und dient den Pflanzen als Nahrung.

Ein kleiner Teil wird in den anaeroben (sauerstofffreien) Teilen des Bodens auch von Bakterien zu Stickstoff veratmet.

 

Überschüssiges Nitrat wird beim Wasserwechsel oder durch eine Nitratharzsäule entfernt.

 

Auch wenn Nitrat an sich ungiftig ist sollte man darauf achten dass der Nitratgehalt im Wasser nicht höher als 30mg/l ansteigt, da es sonst zu Algenproblemen und den sogenannten Nitratpickeln kommen kann. Diese kommen von einem entzündlichen Prozess in den Schuppentaschen.