Filterbecken

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Filterbecken


Die wohl idealste Art sein Aquarium zu filtern ist und bleibt das Filterbecken. Einziger Haken dafür muss das Aquarium über Bohrungen verfügen. Und zwar drei an der Zahl:


  • Auslauf
  • Notfallüberlauf (falls Auslauf mal verstopft)
  • Einlauf


Die Bohrungen mit den zugehörigen Verrohrungen befinden sich idR in einem sogenannten Filterschacht oder Überlaufschacht.

Dieser ist notwendig, falls man eine Tankdurchführung undicht wird und man etwas an der Verrohrung ersetzen muss.


Ohne Schacht drum herum müsste man für eventuelle Wartungsarbeiten an der Verrohrung das komplette Aquairum leer machen.


Aber auf den Filterschacht werde ich später gesondert eingehen, da es auch hier einiges zu beachten gibt.



Das Filterbecken


Wichtig bei der Planung des Filterbeckens ist es mit mehreren Kammern zu arbeiten, die abwechselnd von oben nach unten und von unten nach oben durchflossen werden. So erreicht man eine Zwangsströmung wodurch auch das komplette Filtermaterial durchflossen wird.


Je größer die einzelnen Kammern umso größer ist das Risiko dass nicht alles durchflossen wird.


Ideal bewährt hat sich eine Breite von etwa 20cm pro Kammer. Dies ist schmal genug um einen guten Durchfluss der Medien zu gewährleisten und breit genug um bequem daran arbeiten zu können, z.B. beim Reinigen der Schwämme.


Auch sollte das Filterbecken direkt groß genug geplant werden.


Filterbecken dürfen niemals randvoll arbeiten damit im Falle dass die Pumpe ausfällt noch genug Platz ist um das überlaufende Wasser aus dem Aquarium aufzufangen.


Wieviel Liter Ausfallvolumen ihr braucht lässt sich ganz einfach berechnen:


  • Aquarienbreite [dm] x Aquarientiefe [dm] x 0,2


Eine mögliche Aufteilung und Bestückung des Filterbeckens seht ihr auf dem folgenden Bild:


Die Größe der Klarwasserkammer, aus der wieder zurück zum Aquarium gepumpt wird richtet sich in erster Linie danach was ihr alles darin unterbringen wollt bzw müsst.


Jedoch sollte sie mindestens 30cm breit sein damit die Förderpumpe bequem Platz darin hat.


Je nach Tiefe des Filterbeckens (falls unter 50cm) sollte sie sogar breiter gewählt werden, damit Heizstäbe bequem untergebracht werden können.


Betreibt man Awab ist meine Empfehlung die Grundverrohrung wie oben gezeigt zu belassen, und den Awabkreislauf über eine eigene Förderpumpe autark vom eigentlichen Filterkreislauf zu betreiben. 


Damit vermeidet man unnötige Rohrverklebungen an den Bypässen, ist flexibel wenn man sein Awab System aufrüsten möchte (z.B. zusätzlicher GPF) und belastet die Rohre auch nicht wöchentlich mechanisch beim Auf- unf Zudrehen der Absperrhähne.




Der Überlaufschacht


Wie bereits angedeutet ist der Überaufschacht mehr als nur der Rahmen für die Verrohrung. 


Neben der Ansaugung von dem zu filternden Wasser kann er geschickt konzipiert auch gleichzeitig das Aquarium mit Sauerstoff anreichern.


Aber zuerst zur Ansaugung.


Der Name Überlaufschacht macht ja schon halbwegs klar wie das ganze funktioniert, das Wasser läuft über den Rand des Schachts und von da durch die Verrohrung in das Filterbecken. Dabei wird automatisch alles was auf der Oberfläche schwimmt entfernt.


Allerdings ist es besonders in Diskusaquarien mit Sand als Bodengrund und Tieren die empfindlich auf Fäulnisherde aller Art regaieren sehr wichtig auch eine adäquate Bodenabsaugung zu haben.


Dies erreicht man durch eine geschickte doppelwandige Verklebung des Schachts.



füllt man den (leeren) Raum zwischen den Rohren mit Biobällen aus Plastik, wird das Wasser gezwungen darüber zu rieseln. Dies erhöht die Oberfläche des Wasserstrahls und somit die Fähigkeit zum Gasaustausch ähnlich wie bei einem Bachlauf.


Das Wasser wird ganz natürlich mit Sauerstoff angereichert.


Optional, und ich persönlich mache es so und würde es daher empfehlen, kann man auf die Biobälle noch eine Lage Filterwatte legen.


Somit hat man einen pflegeleichten und günstigen Vorfilter der den groben Dreck vom Auslauf und natürlich dem Filterbecken fernhält.


Die Watte wird einfach sobald sie anfängt zu verblocken ausgetauscht.