Umzug in eine neue Wohnung

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Umzug in eine neue Wohnung

 

Ein Umzug ist zwar immer mit vielen logisischen Hürden verbunden, besonders schwierig wird es aber meist wenn man ein Aquarium besitzt und mit den Tieren umziehen muss.

 

Während Hund und Katze recht einfach in ihr neues Zuhause transportiert werden können ist es beim Fisch schon schwieriger.

 

Allerdings gilt hier ebenso wie bei allem anderen:

 

Die akribische Planung ist das A und O!

 

Erster und allerwichtigster Punkt bevor man an die eigentliche Planung geht ist in Erfahrung zu bringen welche Wasserwerte im neuen Haus vorliegen. 

Zieht man nur ein paar Straßen weiter wird sich an den elementaren Parametern nicht viel ändern, dennoch sollte man in Erfahrung bringen ob evtl eine Enthärtungsanlage im neuen Haus verbaut ist. Zieht man einen Ort weiter können Härte, Nitrat usw komplett anders sein als am alten Wohnort. 

 

Ändern sich die Wasserwerte muss man sich also schon im Vorfeld Gedanken machen ob man auch seine Art der Wasseraufbereitung ändern muss. Hier gilt Entwarnung für alle Awab Nutzer. Wir müssen uns um die Werte aus der Leitung keine Gedanken machen, da wir selbst bestimmen was in unserem Wasser drin ist. Aber auch Awab Nutzer sollten vor der Säule beim Befüllen über Aktivkohle filtern um Hormone oder ggf enthaltene Medikamentenrückstände zu beseitigen.

 

 

Zwei Wochen vor dem Umzug

 

Zwei Wochen bevor man umzieht sollte man in der neuen Wohnung bereits sein Quarantänebecken in Betrieb nehmen. Dabei sollte auf passende Wasserwerte geachtet werden (Osmose / Vollentsalzer), und der Außenfilter mit Material aus dem laufenden Fiter gefüllt werden.

 

Auch sollte man sich schonmal mit ausreichend Starbakterien eindecken und zumindest einen Nitrittest in der neuen Wohnung haben.

 

 

Einen Tag vor dem Umzug

 

Nun geht es für die Fische ans Eingemachte. Diese sollten nämlich schon am Tag bevor das Aquarium transportiert wird und man selbst in der neuen Wohnung einzieht umziehen. 

 

Um die Tiere heil in ihr neues Zuhause zu bringen gibt es mehrere Möglichkeiten:

 

Transporte bis 30 Minuten können notfalls in einem Eimer mit Sprudelstein erfolgen. Hierfür gibt es Membranpumpen mit Batterie, respektive welche die an den Zigarettenanzünder vom Auto angeschlossen werden können. 

Dies ist allerdings die unsicherste Methode und sollte nur gewählt werden wenn es keine andere Möglichkeit gibt.

 

Besser ist der Transport im Fischbeutel!

 

Fischbeutel kann man entweder online kaufen oder auch zum Teil kostenlos im Zoohandel erhalten. Bis 30 Minuten können die Tiere einfach mit Luft aus der Umgebung verpackt werden. Dies erfordert jedoch eine gewisse Übung beim Verschließen der Beutel.

Besser und sicherer ist es die Tiere mit reinem Sauerstoff zu verpacken.

 

Diesen kann man sich entweder in einer kleinen Einwegflasche kaufen oder man kann im nächsten Zoohandel nachfragen ob man seine Tiere am Tag des Umzugs vorbei bringen und dort verpacken lassen kann. Viele Zoohändler machen dies gegen eine kleine Gebühr oder sogar kostenlos.

Wenn man schon im Zoohandel ist kann man dort auch nach Styroporboxen fragen. Viele Geschäfte sind sogar froh wenn ihnen jemand die Boxen abnimmt, und ihr könnt eure Tiere sicher und Wärmeisoliert transportieren.

 

Natürlich sollte man dies alles schon im Vorfeld sicher abklären, am besten schon einige Wochen vor dem Umzug verschiedene Geschäfte mit Aquaristik Abteilung kontaktieren.

 

Bei Transporten über mehrere Stunden ist Sauerstoff Pflicht!!!

 

Ebenso sollte man für längere Transporte das Wasser aufhärten um den pH während des Transports stabil zu halten.

 

Um den Stress für die Tiere dabei minimal zu halten empfiehlt es sich die Härte schon ein paar Tage vor den Transport langsam zu erhöhen und auch im QB eine etwas höhere Härte zu fahren, die sobald die Tiere angekommen sind langsam wieder gesenkt werden kann.

 

Beim Verpacken sollte JEDER DISKUS SEINE EIGENE TÜTE bekommen! Dies verhindert eine Panik bei der die Tiere sich gegenseitig hochschaukeln und schwer verletzen können. 

 

Auch bei kleinen Tieren sollte man NIEMALS mehrere Diskus in eine Tüte packen.

 

Die Tüte sollte etwa 2-3cm breiter sein als der Fisch lang, und nur so hoch mit Wassergefüllt werden wie der Fisch hoch ist. Das Verhältnis Wasser - Luft sollte 1-2 bis 1-3 betragen.

 

Bei den Beifischen gilt, jede Art bekommt ihre eigene Tüte, und Corydoras sollten immer mit Aktivkohle im Beutel transportiert werden, da diese bei Stress einen Giftstoff absondern.

 

Nutzt man Außenfilter sollte man diese zusammen mit den Tieren transportieren und dann ans Quarantänebecken hängen bis das eigentliche Aquarium wieder steht. Dafür öffnet man den Filter am besten und schüttet das darin enthaltene Wasser aus. Der Filter wird nun offen in einem Eimer z.B. im Fußraum transportiert. Durch das Öffnen werden die Filterbakterien mit Sauerstoff versorgt und der Großteil überlebt den Transport in der Regel.

 

Ist man mit seinen Tieren heil in der neuen Wohnung angekommen sollte man sie noch eine Weile im Quarantänebecken beobachten, bevor man sich auf den Rückweg macht um das Aquarium für den Transport vorzubereiten.

 

Wieder "zuhause" kann man nun schon das Aquarium leer machen und alles für den Transport verpacken. 

 

 

Umzug

 

Für den eigentlichen Aquarientransport kann ich lediglich ein paar Ratschläge geben.

 

Organisiert euch frühzeitig genug verlässliche Helfer.

 

Besorgt Stryroporplatten auf die ihr das Aquarium beim Transport stellt und die Kanten schützt.

 

Arbeitet ruhig und lasst euch Zeit.

 

Wenn das Aquarium steht ist es dann Geschmackssache ob ihr die Tiere sofort einsetzen wollt, oder das Becken zuerst einfahren.

Ich persönlich würde das Aquarium zuerst etwa 2 Wochen einfahren, einmal um den ersten Nitritpeak abzuwarten zum andern aber auch um die Dichtigkeit zu überprüfen und Transportschäden auszuschließen.

 

Und auch um den Tieren eine Ruhepause zu gönnen