Die richtige Aquarieneinrichtung

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Die richtige Einrichtung

 

 

Hat man das passende Aquarium erworben kommt einer der schönsten Teile, nämlich die Einrichtung. Auch hier gilt, dass in erster Linie der Fisch uns sagt was ins Aquarium gehört.

 

Dennoch gilt die Faustregel: 

 

Erlaubt ist was gefällt solange es den Tieren nicht schadet!

 

Den Tieren schaden kann z.B eine Einrichtung bei der sich zwischen Pflanzen, Steinen oder Holz Dreck ansammeln kann der dann Faulstellen bildet.

 

Ebenso kann Kunststoffdekoration den Tieren schaden, zwar sind alle deutschen Aquariendekorationen giftfrei, dennoch stellen sie besonders für Harnischwelse ein Risiko dar. Harnischwelse raspeln Holz (auch die carnivoren wie Rüsselzahn oder Kaktuswels), ebenso weiden sie die Dekoration im Aquarium ab, und raspeln dabei Partikel des Kunstharzüberzugs ab und verschlucken diese.

Auch sind diese Dekorationen meist hohl, wodurch sich darin stehendes Wasser befindet dass sehr leicht zu einem Brutherd für Keime aller Art werden kann.

 

Und Last but not Least möchte ich auch ncoh die in letzter Zeit wieder sehr beliebt gewordenen beweglichen Dekorationen erwähnen. Diese funktionieren alle nach dem gleichen Prinzip, eine Membranpumpe wird angeschlossen und pumpt Luft in den beweglichen Teil der Dekoration. Hat sich genug Luft angesammelt klappt der bewegliche Teil nach oben entlässt die Luftblase und schlägt ohne den Auftrieb wieder nach unten bis er erneut gefüllt ist. Was so harmlos klingt ist für die meisten Fische ein erheblicher Stressfaktor, zudem bringt die riesige Luftblase keinerlei Nutzen für den Sauerstoffgehalt im Aquarium, sie erschreckt lediglich die Tiere.

 

Auch scharfkantige oder spitze Steine und Hölzer stellen eine Gefahr dar. An diesen können sich die Diskusfische nämlcih verletzen oder sogar aufspießen wenn sie erschrecken und durchs Aquarium schießen.

 

Aber fangen wir vorne an bei dem was elementar für die Fische ist.

 

Was in jedes Diskusbecken gehört

 

Grundlage eines jeden Aquariums ist der Bodengrund. Dieser sollte für Diskus sehr feinkörnig sein, da Diskus beim fressen in den Sand pusten und dann die aufgewirbelte Nahrung aufnehmen.

 

Ich persönlich hab die beste Erfahrung mit einer Körnung von 0,1-0,9mm gemacht und verwende in meinem Aquarium den Sand der Firma Rosnerski. Diesen erhält man in jedem Fressnapf mit Aquaristik Abteilung für 9,99€ im 25kg Sack.

 

Ein weiterer Vorteil von sehr feinem Bodengrund ist die Tatsache dass sich im Boden kein Mulm ablagert, da die Dreckpartikel obenauf liegen bleiben und von der Filterströmung sowie gründelnden Corydoras zur Ansaugung transportiert werden.

 

Die ideale Bodenhöhe im Diskusaquarium liegt bei 1-3cm Schütthöhe. Schüttet man den Boden höher auf birgt dies ein hohes Risiko für Fäulnisprozesse im Boden sowie eine extreme Verdichtung.

 

Bei der Farbe des Bodens hat man prinzipiell absolute Freiheit, allerdings sollte man auf gefärbten Kunstsand verzichten und Natursand verwenden.

 

Kleiner Tipp:

 

Diskus sehen auf hellem Bodengrund sehr viel strahlender aus, da sie sich auf dunklem Boden der Umgebung anpassen und selbst dunkel färben undkrank aussehen.

 

Neben dem passenden Bodengrund gehören auch Wurzeln in jedes Diskusbecken. 

 

Diese sollten stehend, hängend am Mittelsteg oder schräg angelehnt eingebracht werden. Wichtig für den Diskus ist dass er sich unter das Holz stellen kann und dort im besten Falle einen dunklen ruhigen Rückzug hat an dem er sich sicher fühlt.

 

 

Was NICHT ins Diskusbecken gehört

 

Wie oben bereits angedeutet gibt es Dinge die die Tiere gefährden, diese gehören natürlich nicht ins Aquarium.

 

Dazu gehören z.B. viele Steine. 

 

Neben der Tatsache, dass Steine keinerlei Wert für Diskus haben bergen sie das Risiko dass sich unter den Steinen anaerobe Zonen und Faulgase sowie Dreckansammlungen bilden. Dem kann man zwar durch wöchentliche Kontrolle entgegenwirken, dennoch sind viele Steine allein aufgrund ihrer chemischen Beschaffenheit nicht fürs Diskusaquarium geeignet, da sie Kalk enthalten und diesen an das Wasser abgeben.

 

Gibt ein Stein Kalk ab, wird das Wasser kontinuierlich aufgehärtet was es dem Halter erschwert konstante Wasserwerte zu bieten und je nach Grad der Aufhärtung auch die Nieren der Tiere schäden kann. (Mehr hierzu in den Bereichen Wasserwerte und Wasseraufbereitung)

 

Ob ein Stein aufhärtend wirkt kann man aber ganz einfach testen. Hierzu reinigt man den Stein zuerst und lässt ihn dann trocknen. Ist er trocken träufelt man Essigessenz auf den Stein. Schäumt es reagiert der im Stein enthaltene Kalk mit der Essigsäure und ist nicht fürs Aquarium geeignet. Reagiert der Stein nicht weiß man zumindest dass er nicht aufhärtet, allerdings könnte er je nach Beschaffenheit noch jede Menge andere Stoffe enthalten die im Wasser reagieren oder sich lösen könnten. 

 

Zwar keine Dekoration, aber für viele Aquarianer dennoch Teil der Einrichtung:

 

CO2

 

CO2 ist ein Atemgift für Diskus und kann bereits in geringen Dosen schwere Organschäden bis zum Tod verursachen!!!

 

Daher hat CO2 in keinem Diskusaquarium etwas zu suchen!!!

 

Da unter CO2 im Diskusbecken bereits alles ausführlich erklärt ist werde ich die Zusammenhänge nicht noch einmal erläutern sondern lediglich ganz dringend darum bitten sich den Text dort aufmerksam und gründlich durchzulesen und auf CO2 Einspeisung zu verzichten.