Kieselalgen

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Kieselalgen


Ihren deutschen Trivialnamen verdanken die Kieselalgen ihrer Zell­hülle, die überwiegend aus Siliziumdioxid (Summenformel: SiO2) besteht, dem Anhydrid der Kieselsäure (vereinfachte Summenformel: SiO2 · n H2O). Die Kieselsäure wird jedoch im deutschen Sprachraum oft fälschlich mit ihrem Anhydrid gleichgesetzt. Das Siliziumdioxid gewinnt der Organismus aus der Monokieselsäure Si(OH)4.

[Quelle: wikipedia.de]


Meist zeigen sich Kieselalgen in Form brauner Beläge, diese treten sowohl auf den Einrichtungsgegenständen als auch auf den Scheiben und dem Boden auf.


Wie bereits durch das Wikipedia-Zitat angedeutet ist die Überlebeunsgrundlage für Kieselalgen ein Vorhandensein von Silikat. Dies ist fast überall in Deutschland reichlich im Leitungswasser vorhanden. 


Besonders in der Einfahrphase können wir meist schon nach wenigen Tagen die ersten Kieselalgen bewundern, die gute Neuigkeit dabei ist, dass die Kieselalgen die in der Einfahrphase auftauchen meist nach 2-3 Wochen von ganz allein wieder verschwinden.


Ausnahme sind hier Aquarien die mit einem Vollentsalzer befüllt werden, da dieser das Silikat aus dem Leitungswasser entfernt, vorrausgesetzt der Bodengrund gibt kein Silikat ab.


Tauchen die Kieselalgen im laufenden Betrieb auf ist jedoch nicht immer automatisch ein hoher Silikatwert nachweisbar, da die Kieselalgen das nachweisbare Silikat im Aquarienwasser deutllich senken. Schlechte nachricht Absorber wie z.B. SilikatEx reichen meist nicht aus wenn die Algen erst einmal da sind, und halten idR auch nicht sehr lange bei hohen Ausgangswerten im Leitungswasser.


Einen sehr interessanten Artikel zum Thema Kieselalgen und wie simpel die Lösung manchmal sein kann wurde in Heft 52 Jahrgang 2014 der Amazonas von Petra Fritz veröffentlicht:


2014-Heft-52-Kieselalgen-kein-Problem


[Quelle: https://www.aquariendesign-dingolfing.de/2018/06/10/kieselalgen/]


Und ich kann diese Beobachtung bestätigen, in meinen eigenen Aquarien die immer mit Harnischwelsen besetzt waren habe ich nie Probleme mit Kieselalgen gehabt, trotz recht hoher Ausgangswerte im Leitungswasser (auch vor Awab)

Bei einem Aquarium dass ich betreue, und das recht moderate Werte aus der Leitung hat (0,6mg/l SiO2) hingegen wurde ich auch nicht wirklich Herr über die Kieselalgen, bis ich 3 Panaqolus eingesetzt habe. 


Dies geschah ursprünglich um die Wurzeln sauber zu halten, als positiver Nebeneffekt waren die Kieselalgen schon nach kurzer Zeit wie von Zauberhand verschwunden. Ich hatte dies auf die mittlerweile durch die Welse sehr viel saubereren Untergünde geschoben und vermutet dass die Kieselalgen einfach keinen Nährboden durch fehlende Biofilme mit Mulmpartikeln mehr hätten. Nach dem Lesen des oberen Artikels vermute ich jedoch, dass die Welse einfach alle Algen gefressen haben und neu entstehende fressen bevor sie sichtbar werden.