Algen und Cyanobakterien

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Algen und Cyanobakterien


Besonders in der Einfahrzeit eines neuen Aquariums begegnen sie uns sehr häufig.


Algen...


Aber auch im laufenden Betrieb haben viele Diskushalter immer wieder mit ihnen zu tun. Ein paar wenige Algen zeigen hierbei eigentlich nur an dass es sich um ein biologisch gesundes System handelt. Komplett Algenfreie Gewässer wird man auch in der Natur nie finden.


Leicht grüne Beläge auf den Oberflächen sind daher nichts schlimmes, im Gegenteil sie bilden eine wichtige Nahrungsquelle für viele Aufwuchsfressende Welse und auch für unsere Diskus sind sie gesund wenn sie die Beläge beispielsweise beim Putzen eines Brutplatzes aufnehmen.


Meist jedoch wenn wir von einem Algenproblem reden, vermehren sich die Algen schlagartig und überziehen innerhalb kürzester Zeit das komplette Aquarium.


Leider sind Algen so vielfältig wie ihre Entstehungsursachen. Und oft ist keine offensichtliche Ursache auf dem Silbertablett parat, was die nachhaltige Bekämpfung  zu einer mühevollen und langwierigen Sache machen kann.


Da es nahezu unendlich viele Arten von Algen gibt werde ich die häufigsten mit denen wir im Diskusaquarium zu tun haben gesondert behandeln. Für viele davon gibt es "typische" Ursachen, allerdings ist es nicht immer so einfach.


Die typischsten Algen sind:


  • Braunalgen oder Kieselalgen
  • Fadenalgen
  • Bartalgen und Pinselalgen oder Rotalgen
  • Schwebealgen (grünes Wasser)
  • Cyanobakterien oder Blaualgen


Das Cyanobakterium, welches umgangssprachlich auch gerne als "Blaualge" bezeichnet wird habe ich wegen seinem Namen hier aufgenommen. Treten Cyanos auf sieht es meist aus wie ein Teppich aus bläulichen schleimigen Algen. Auch wenn man es Blaualge nennt haben Cyanos dennoch eigentlich recht wenig mit Algen zu tun. Während es sich bei Algen  um niedere, zum Teil einzellige, Pflanzen handelt gehören die Cyanos zu den Bakterien.


Alle Algen haben jedoch eines gemeinsam, sie entstehen wenn im Aquarium Ungleichgewichte vorliegen, daher ist es unumgänglich sich bei der nachhaltigen Bekämpfung auch mit den zugrundeliegenden Wasserwerten zu beschäftigen und diese ins Gleichgewicht zu bringen.


Algizide erfüllen zwar richtig angewendet meist ihren Zweck, allerdings belasten sie auch den Organismus der Tiere und im schlimmsten Fall düngt man sich mit den toten Algen im Aquarium eine neue noch schlimmere Algenplage. Und auch wenn man die toten Algen akribisch entfernt werden die Algen sofern die Ursache nicht behoben wurde wieder kommen.